Der Weddingweiser: Perlentauchen für Alle

IMG_0641Angefangen hat alles im Jahr 2003 im Soldiner Kiez. Das damalige Quartiersmanagement hatte aus der Not eine Tugend gemacht und für neue Bewohner des als kriminell geltenden Viertels ein „Survival Kit“ erfunden. Überleben in Berlins angeblich gefährlichstem Kiez – dazu gehörten unter anderem ein Dönergutschein oder eine Packung Instant-Nudeln. Dem Kiez-Neuzugang Joachim Faust gefiel das Projekt, das das Image des Soldiner Kiezes im Blick hatte. Er nutzte damals die Gelegenheit und gehörte bald zur ehrenamtlichen Kiezredaktion.


Doch auch der Soldiner Kiez ist nur ein Fragment im Häusergewirr der unüberschaubar großen Stadt Berlin. Trotz aller Unterschiede, die man schon zwei Straßen weiter spüren kann, scheint es doch ein Lebensgefühl zu geben, das alle Nachbarschaften im ehemaligen Bezirk Wedding vereint – auch wenn sie heute zum Ortsteil Gesundbrunnen gehören wie der Soldiner Kiez. Joachim Fausts Idee war es, die (damals noch wenigen) Perlen im Wedding durch einen Blog auch Anderen zugänglich zu machen. Spätestens mit der zugehörigen Facebookseite „facebook.com/weddingweiser“ wurden viele andere Sympathisanten darauf aufmerksam. Nach und nach wurde so aus dem Ein-Mann-Projekt eine ehrenamtliche Redaktion, der derzeit Juliane Orsenne und Alexandra Resch angehören.

Die Redaktion ist immer offen für Gastbeiträge – egal, ob es sich um einmalige oder regelmäßige Zulieferungen handelt. Wichtig ist nur eine gemeinsame Grundidee. Nämlich die, dass die vielen besonderen Menschen, spannenden Entwicklungen, mutigen Geschäftseröffnungen und nicht zuletzt auch die Probleme in Wedding und Gesundbrunnen Aufmerksamkeit und Unterstützung verdienen – von Lesern für Leser. Der Weddingweiser entsteht immer wieder neu aus dieser Motivation heraus – die Autoren verdienen damit kein Geld. Und weil so viele unterschiedliche Texte und Nachrichten zu nahezu jedem Weddinger Thema auf der Seite zu finden sind, ist der Weddingweiser zu dem kiezübergreifenden Informations- und Diskussionsportal für Wedding und Gesundbrunnen geworden.

Das Tolle am Weddingweiser ist, dass jeder mitmachen kann. Wer sich zum Schreiben berufen fühlt, kann seine Texte einfach an die Mailadresse der Redaktion schicken. Auf der Facebookseite werden zusätzlich auch noch viele aktuelle Links und immer wieder neue Bilder aus dem Wedding veröffentlicht. Hier finden auch viele Meinungsäußerungen und Diskussionsbeiträge ihren Platz. Erst seit ein paar Wochen gibt es außerdem eine offene Facebook-Gruppe namens Weddingweiser Pinnwand. Hier kann jedes Mitglied auch eigene Einträge zu Veranstaltungen und Angeboten posten.

Text: Joachim Faust, Screenshot: Dominique Hensel

Infos über den Weddingweiser
Mehr als 3.300 Leser und Leserinnen verfolgen die Nachrichten des Weddingweisers auf Facebook. 30 Autoren und Autorinnen schreiben auf dem Online-Portal www.weddingweiser.wordpress.com. 40.000 Seitenzugriffe hat der Blog im Monat. Gegründet wurde der Wedingweiser 2011. Wer mitmachen möchte, kann Texte und Bilder über Wedding und Gesundbrunnen an die Redaktion schicken: redaktion@weddingweiser.de. Regelmäßig gibt es öffentliche Redaktionsstammtische.

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