Soldiner#4: Editorial

Liebe Leser und Leserinnen, welche Sprachen können Sie sprechen, welche verstehen? Ich habe in der Schule neben meiner Muttersprache Deutsch noch Englisch und Russisch gelernt. Es kam mir damals viel vor. Wollte ich jedoch im Soldiner Kiez jeden Bewohner in seiner Muttersprache ansprechen können, käme ich mit meinen Sprachkenntnissen leider nicht sehr weit, denn im Soldiner Kiez sind Menschen aus über 70 Nationen zu Hause. Türkisch, Arabisch, Polnisch, Russisch, Französisch, Albanisch, Vietnamesisch und viele weitere Sprachen müsste ich noch lernen, wollte ich meine Idee in die Tat umsetzen.

Genauso unmöglich wie das Erlernen aller im Viertel gesprochenen Sprachen erschien es der Redaktion, das Thema Sprache auf zwölf Seiten erschöpfend zu behandeln. Daher haben wir uns gleich am Anfang unserer Arbeit entschieden, dieses Kunststück gar nicht erst zu probieren, sondern stattdessen einige interessante Aspekte herauszusuchen. Von einer Lesebühne in der Prinzenallee über Sprachförderung im Wedding, einem Fahrradausflug in den polnischen Ort, der unserem Kiez den Namen gab bis hin zu einem Vorleseprojekt und einer engagierten Restaurantbesitzerin aus Westafrika stellen unsere Autoren ihre liebsten und für sie wichtigsten Gesichtspunkte vor. Manchmal, so haben wir festgestellt, kommt man mit der Sprache aber auch nicht weiter. Dann hilft vielleicht schweigen – oder guter Wille und Mitgefühl. Den haben bereits viele Menschen aus dem Kiez bewiesen, die einen Unterstützerkreis für die Flüchtlinge im Wedding gegründet haben. Mehr dazu gibt es auf den folgenden Seiten.

Wer übrigens Lust hat, einmal die journalistische Sprache auszuprobieren und am nächsten Soldiner mitzuarbeiten, der ist herzlich dazu eingeladen. Ich bin regelmäßig mit meinem mobilen Schreibtisch im Kiez und freue mich über jede Kontaktaufnahme. Die Termine werden auf unserem Redaktionsblog veröffentlicht. Sprechen Sie uns an!

Für die Redaktion
Dominique Hensel
Kontakt zur Redaktion: kiezreporterin@gmx.de

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