Über den Soldiner

Sieben gedruckte Ausgaben sind von Januar 2014 bis September diesen Jahres erschienen. Dieser Beitrag erschien in der achten Ausgabe.

Sieben gedruckte Ausgaben sind von Januar 2014 bis September 2015 Jahres erschienen. Dieser Beitrag erschien in der achten Ausgabe vom Dezember 2015.

Was ist eine Kiezredaktion und wie sollte eine Kiezzeitung sein? Der Meinungsbeitrag von Tilo Kempfer aus dem Soldiner “Ein Blick in den Kiez” – jetzt auch online.

Seit zwei Jahren gibt es den Soldiner. Die Kiezzeitung erscheint vier Mal im Jahr und wird von einer stetig größer werdenden Bürgerredaktion hergestellt, die von der Journalistin Dominique Hensel angeleitet wird. Die Bürgerredaktion wird mit Mitteln aus dem Programm „Soziale Stadt“ unterstützt. Regelmäßig diskutiert die Redaktion über ihre Arbeit. Heute denkt Redaktionsmitglied Tilo Kempfer über die Kiezredaktion und den Soldiner nach. Was ist eine Kiezredaktion, wie sollte eine Kiezzeitung sein?

Ich wünsche mir Journalismus aus dem Kiez für den Kiez. Die Inhalte sollten aber bitte von den Bürgern aus dem Kiez selbst stammen und trotzdem professionell aufbereitet sein – so wie beim Soldiner. Die Arbeitsweise, die sich in den zwei Jahren entwickelt hat, empfinde ich als ideal: Es besteht eine Redaktion aus Bürgern, die über ihren Kiez schreiben oder – wenn sie sich das Schreiben nicht zutrauen – einfach interessante Themen vorschlagen. Am besten sind Themen des täglichen Lebens. Darauf gibt es dann auch Rückmeldungen. Leser melden sich, weil sie es klasse finden, dass über ein Thema geschrieben wurde und manchmal haben sie dann auch noch einen Vorschlag für einen neuen Text.

Die Arbeit der ehrenamtlichen Redaktion wird durch eine Journalistin begleitet, sie hilft bei den Texten und der Aufmachung. Sie achtet auch darauf, dass Vielfalt, Unabhängigkeit und Neutralität gewahrt bleiben. Es geht nicht darum, Artikel zu schreiben, um die Auflage zu steigern. Müssen es außerdem immer die großen Themen sein? Beim Soldiner geht es nicht darum, Artikel über Berlin oder allgemeine Themen zu veröffentlichen, der Kiez ist immer der Mittelpunkt. Gewünscht wird oft ein Mix zwischen Kiezthemen, aktuellen Informationen und Service wie Veranstaltungen.

Das ideale Kiezmedium sollte an den wichtigsten Stellen im Kiez verfügbar sein. Gut ist es auch, dass der Soldiner mit der Zeit geht und sowohl in gedruckter Form als auch online (www.dersoldiner.wordpress.com) verfügbar ist. Verteilt wird der Soldiner übrigens an mehr als 50 öffentlichten Orten im Kiez, dazu wird ein Teil in Briefkästen gesteckt.

Um eine Kiezzeitung in Zukunft finanzieren zu können, muss über Einnahmen nachgedacht werden. Aber wenn Einnahmen durch Anzeigen im Heft, dann bitte Werbung für den Kiez. Das gibt auch für den Leser einen Mehrwert. Ziel könnte es sein, die Gewerbetreibenden aus dem Kiez zu unterstützen. Oder ein besonderer Themen- und Serviceteil kommt hinzu, für den der Leser dann einen Obolus bezahlt. Ein Möglichkeit wäre es auch, für alle Weddinger Kiezzeitungen eine gemeinsame Plattform zu gründen. Das könnte für Bewohner und Besucher interessant sein.

Text: Tilo Kempfer, Foto: Dominique Hensel

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