Ein Blick ins FamilienZentrum

Dorothee Fischer (links) verabschiedet Praktikantin Sarah. Foto: FamilienZentrum

Dorothee Fischer (links) verabschiedet Praktikantin Sarah. Foto: FamilienZentrum

Eine Praktikantin schaut auf die vergangenen sechs Monate zurück.Ein Bericht aus dem gedruckten Soldiner, Ausgabe März/April 2017 – jetzt auch online.

Ich durfte die letzten sechs Monate die Kolleginnen des FamilienZentrums Fabrik Osloer Straße unterstützen.  Ich war die erste Praktikantin in dieser Einrichtung. Als Nachbarin aus dem Kiez und Studierende der Evangelischen Hochschule Berlin im Studiengang „Soziale Arbeit“ hatte ich einen Praktikumsplatz gesucht, der vor allem präventive Arbeit leistet und mir einen Einblick in die Arbeit im Stadtteil gewährt. Letztlich habe ich mich für das Familienzentrum entschieden, da ich mich auch sehr für interkulturelle Arbeit interessiere.

Eine Vorstellung des „Theater aus dem Wäschekorb“. Foto: Sarah Hartwig

Eine Vorstellung des „Theater aus dem Wäschekorb“. Foto: Sarah Hartwig

In kürzester Zeit fühlte ich mich gut aufgehoben und eingebunden ins gesamte Team der Fabrik Osloer Straße. Meine erste besondere Erfahrung, die ich machen durfte, war die „Lange Nacht der Familien“. Das FamilienZentrum beteiligte sich mit einer Aktion an dem Abend. Das Märchen „Aschenputtel“ wurde vom „Theater aus dem Wäschekorb“ vorgeführt und eine Mitmach-Aktion hat Eltern und Kinder dazu angeregt, ein gemeinsames Bild mit Linsen zu gestalten. Dort konnte ich erste Ideen mit einfließen lassen. Auch später durfte ich geplante Angebote des FamilienZentrums mitgestalten. Es machte mir vor allem Spaß, den Tobenachmittag jeden Dienstag zu begleiten und dort Kleinkinder aufwachsen zu sehen.

Innerhalb von einem halben Jahr lernte ein Junge dort laufen, plappern und nahm vermehrt Kontakt zu anderen Kindern und Erwachsenen auf. Die offene und warme Atmosphäre des Familienzentrums schafft einen Rahmen, in dem sich nicht nur Eltern mit ihren Kindern wohlfühlen. Ich werde mich noch lange an die junge Familie mit ihrem kleinen neugierigen Sohn erinnern, auch weil uns seine Mutter zur Weihnachtszeit mit einem liebevoll selbstgebastelten Geschenk überraschte.

Als ausgebildete Erzieherin konnte ich aus meinem Erfahrungsschatz schöpfen, selbstständig verschiedene Familien begleiten und eigene Schwerpunkte in meinem Praktikum setzen. Ich durfte an Arbeitsgruppen, Netzwerktreffen sowie Teamsitzungen teilnehmen, Flyer entwerfen und verteilen. Darüber hinaus konnte ich einmal in der Woche mit geflüchteten Kindern den Nachmittag gestalten. Das war für mich ebenfalls eine wertvolle Erfahrung.

Das Praktikum führte auch ins Labyrinth Kindermuseum, an der Seite von geflüchteten Kindern.

Das Praktikum führte auch ins Labyrinth Kindermuseum, an der Seite von geflüchteten Kindern.

Insgesamt begeisterte mich in meinem Praktikum vor allem, mit welchem Eifer meine Kollegen und Kolleginnen immer wieder Projekte angeschoben, Interessen vertreten und Menschen in Prozesse einbezogen haben. Es hat mir aber auch gezeigt, wie wichtig präventive Arbeit ist, um Menschen in ihrem Umfeld zu unterstützen.

Ich kann jedem nur empfehlen im FamilienZentrum ein Praktikum anzufangen, wenn man sich für Familienbildung und -angebote, Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkarbeit im Stadtteil interessiert.

Wer sich für eine Praktikum interessiert, kann sich wenden an: FamilienZentrum Fabrik Osloer Straße, Ansprechpartnerin: Dorothee Fischer, Osloer Straße 12, per E-Mail: familienzentrum@fabrik-osloer-strasse.de, (030) 49 90 23 35, www.fabrik-osloer-strasse.de/familienzentrum

Text: Sarah Hartwig, Fotos: Sarah Hartwig, FamilienZentrum

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