Schluss. Punkt? – Letzter Soldiner erscheint

Die neueste Ausgabe des Kiezmagazins Soldiner steht unter der Überschrift „Schluss. Punkt?“. Es ist zunächst das letzte Heft der Bürgerredaktion im Soldiner Kiez, denn die Förderung durch das Quartiersmanagement endet mit dem Jahreswechsel. Das Heft erscheint am 18. Dezember. Ganz verschwinden wird die Bürgerredaktion damit aber nicht. Der Redaktionsblog und die Vorort-Sprechstunde bleiben auch 2018 erhalten. Auf dem Blog des Kooperationspartners Weddingweiser können die Kiezredakteure es ebenfalls veröffentlichen.

Im aktuellen Kiezmagazin spielt das Thema Abschied eine große Rolle. Dabei geht es vor allem um den Abschied des gedruckten Kiezmagazins. So kommen einige besonders aktive Redaktionsmitglieder und auch Kooperationspartner zu Wort. Sie schauen zurück auf die vier Jahre bei der Bürgerredaktion. Seit 2014 haben insgesamt 37 Erwachsene und sechs Kinder Texte für den Soldiner geschrieben oder Fotos gemacht. Die Kerngruppe der Bürgerredaktion besteht zum Projektende aus zehn Nachbarn aus dem Soldiner Kiez.

Doch nicht nur die Bürgerredaktion verabschiedet sich im Soldiner. Auch die Zukunft des „Kulturpalastes Wedding international“ in der Freienwalder Straße ist ungewiss. Das Kunstprojekt wird vorgestellt, die Redaktion berichtet von der letzten Party im Projektraum. Brigitte Lüdecke vom Soldiner Kieztausch schaut auf zwei Jahre Tauschring im Kiez zurück. Christiane Scherch, die regelmäßig Gedichte im Soldiner veröffentlichte, hat ein Abschiedsgedicht beigesteuert.

Mit einer Fotoseite von den Zwillingen Philipp und Emely, die im Soldiner Kiez aufwachsen, schließt sich der Kreis. Die beiden damals Vierjährigen hatten im allerersten Soldiner Fotos gemacht und einen Blick in ihr Zimmer und aus ihrem Fenster gewährt. Jetzt als Achtjährige haben sie das Fotoshooting wiederholt. Die Fotos zeigen, wie sich ihr Blick auf den Kiez und auch sie selbst in vier Jahren verändert haben.

Darüber hinaus gibt es Kurzporträts von einem Vater und seinem Sohn. Beide sind aus Syrien geflüchtet, wohnten lange in der Unterkunft in der Gotenburger Straße und sind nun in einem Containerdorf in Pankow untergebracht. Einen historischen Bildervergleich von Ralf Schmiedecke gibt es im letzten Soldiner ebenfalls. Auch ein kulinarischer Beitrag ist dabei: das Restraurant Malör in der Bellermannstraße wurde von der Redaktion getestet und beschrieben. Schließlich hat der Verein Menschen helfen Menschen in und um Berlin e.V. wieder zwei Seiten mit Informationen aus dem Vereinsleben beigetragen.

Die Beiträge im Soldiner wurden von Bewohnern und unmittelbaren Nachbarn des Soldiner Kiezes erstellt. Der jetzt erscheinende Soldiner ist die 16. Ausgabe des Kiezmagazins. Seit 2014 und noch bis Ende des Jahres erhält das Projekt Förderung aus dem Programm „Soziale Stadt“.  Projektleiterin Dominique Hensel wird aber trotz der wegfallenden Förderung auch im kommenden Jahr ihre Vorort-Sprechstunde anbieten. An jedem Donnerstag zwischen 10 und 12 Uhr ist sie im Café der NachbarschaftsEtage der Fabrik Osloer Straße für alle da, die etwas über den Soldiner Kiez veröffentlichen möchten.

Weiterhin stehen für Veröffentlichungen der Redaktionsblog www.dersoldiner.wordpress.com sowie die Seite des Kooperationspartners Weddingweiser (www.weddingweiser.de) zur Verfügung. Möglich sei auch die Suche nach einer neuen Finanzierung für ein gedrucktes Kiezmagazin. Die Initiative dazu müsse jedoch aus der Bürgerredaktion kommen, so die Projektleiterin. Auch per E-Mail unter kiezreporterin@gmx.de können Kiezschreiber weiterhin Kontakt mit der Bürgerredaktion aufnehmen.

Das Magazin vom Kiez an der Panke wird ab 18. Dezember an mehr als 50 Orten im Viertel verteilt. Das Heft wird dann unter anderem beim Quartiersmanagement Soldiner Straße in der Koloniestraße 129, in der Fabrik Osloer Straße und im Café La Tortuga erhältlich sein. Die Beiträge und mehr Aktuelles aus dem Kiez sowie zur Arbeit der Bürgerredaktion wird auch auf dem Redaktionsblog veröffentlicht.

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